
Es „menschelt“ nicht, es „trottelt“ zum „Volksmundgeruch“ Joesi Prokopetz solo: „Die Schöpfung. Eine Beschwerde“.
Kaum ist ein Österreicher g’scheit, ist er schon ein Trottel auch.“ Von der Tonalität her ist das sprachlich fein geschliffene Programm „Die Schöpfung. Eine Beschwerde“ auf Nestroy gestimmt: Ein sympathisches Lamento auf einen großen Pfusch – die Schöpfungsgeschichte. Denn warum nur bekommt man von zu viel Fett eine Gallenkolik, aber von zuviel Blödheit nicht Kopfweh? Warum ist alles, was ein bisschen Freude macht, peinlich? Den denkenden Menschen, gibt’s den? „Ja. Oder doch eher nein“, sagt Joesi Prokopetz und stellt mit Sarkasmus fest: „Jede Dummheit findet einen, der sie macht.“
KURIER-Wertung: **** von *****
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Premierenbericht Seitenblicke
Premierenbericht Puls 4 - Guten Abend Österreich
Die Schöpfung. Eine Beschwerde.
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Das neue Solo-Kabarett Programm von und mit Joesi Prokopetz
Premiere am 11.03.2013 im Orpheum Wien
Die Schöpfung. Eine Beschwerde.
Premiere 11. März 2013, Orpheum Wien
Da stellt sich doch tatsächlich einer auf die Bühne und sagt uns, dass die Natur unser Feind, ja dass der Wunsch nach „Natur pur“ lebensbedrohlich ist, dass es überwiegend hässliche Tiere gibt, wie zum Beispiel den Schlitzrüssler und der Pelikan aus der Nähe gar so hässlich ist, dass er einem schon wieder leid tut und es unklar bleibt, wie sie aus diesen Vögeln die Füllfedern machen, dass einer wie Gott in der Privatwirtschaft längst entlassen worden wäre, der Mensch gut ein Drittel des Erbgutes mit der Kartoffel gemein hat, dennoch Mensch aber gerade deswegen ein Viech geblieben ist.
OH KOMMET DOCH ALL
WEIHNACHTSLESUNG - Wer den alljährlichen Wunsch „Fröhliche Weihnachten“ wörtlich und jenseits jeder blödsinnigen Besinnlichkeit auffasst und wem Lachen mit Geist das einzig Frohe an der gleichnamigen Botschaft ist, der wird sehr glücklich sein und einen wunderbaren Abend erleben, wenn er und selbstverständlich auch sie (und ganz speziell Sie), diesen Abend mit Joesi Prokopetz erleben.
GEMISCHTER SATZ
Es ist eine – wenn auch naturgemäß gekürzte, jedoch handverlesene – Gesamtausgabe des Prokopetz´schen Schaffens, das da in 2x50 Minuten über die Bühne geht. Und zwar mit Stücken noch aus dem vorigen Jahrhundert, aus aktuellen Programmen aber auch mit einer Vorausschau auf Kommendes, was der Zuschauer so sonst nirgends zu sehen bekommt.
...es kann aber auch ganz anders kommen. Prokopetz spielt, was er will - quasi ... oder was Sie wollen!? Jedenfalls ist der Satz jedes Mal ganz anders gemischt...


